Baby Verstopfung

Nach einigen Monaten, während denen Du dein Baby ausschließlich gestillt oder ihm die Flasche gegeben hast, stehst Du nun vor der Einführung der Beikost. Zunächst isst Dein Kind nur einige Löffel der festen Nahrung zur Mittagszeit, später ersetzt der Brei die Milchmahlzeit und wird zur vollständigen Portion.

Da einige Kinder in dieser Zeit der Umstellung zu Verdauungsproblemen neigen, musst Du Dich auch mit dem Thema Verstopfungauseinandersetzen. Doch bevor Du zum Kinderarzt gehst, kannst Du Deinem Nachwuchs mit einigen Tipps und Tricks dieses Leiden selbst erleichtern.

Der richtige Zeitpunkt für die Beikost

Vielleicht bemerkst Du bei Deinem Kind eine gewisse Neugier auf das, was Du täglich isst. Das Baby beobachtet Dich genau und sieht dabei zu, wie Dinge in Deinem Mund verschwinden und dass Essen Dir sogar Freude bereitet. Schnell ahmt es Dich nach und öffnet vielleicht sogar den eigenen Mund. Der Start in die Beikost ist von Kind zu Kind ganz individuell und kann zwischen dem fünften und siebten Monat erfolgen.

Ein Hinweis ist, dass Dein Kind nicht mehr so lange satt zu bleiben scheint, wie Du es bisher von ihm gewohnt bist. Experten empfehlen, dass Du nicht vor dem fünften Monat mit fester Nahrung starten solltest, auch wenn Du den Eindruck hast, dass Dein Baby schon bereit dafür ist. So beugst Du Allergien und späteren Unverträglichkeiten gegenüber Lebensmitteln perfekt vor.

Es gibt einige Voraussetzungen für den Start mit fester Nahrung, die Dein Kind erfüllen sollte. Dazu zählt, dass es seinen Kopf alleine gut halten kann und mit Deiner Unterstützung aufrecht sitzen kann.

Tipps für die ersten festen Mahlzeiten

Hast Du Dich für die Einführung der festen Nahrung entschieden, stehst du nun vor der Entscheidung, ob Du das Essen für Dein Kind selbst kochen möchtest oder eine fertige Portion aus dem Glas füttern möchtest. Beide Varianten sind völlig in Ordnung und müssen in Deine Familie passen.

Viele Eltern entscheiden sich anfangs für das Kochen, da kleine Portionen benötigt werden und es etwas kostengünstiger ist. Du solltest beachten, dass zu Beginn ein reiner Gemüsebrei gefüttert wird und Du Deinem Nachwuchs ein bis zwei Wochen Zeit geben solltest, sich an den Geschmack von einer Gemüsesorte zu gewöhnen. Am besten startest Du am Mittag, wenn das Kind nicht zu müde ist.

Philips Avent SCF721/20 Aufbewahrungssystem für Babynahrung, 20er Pack (10x180 ml, 10x 240 ml)

Setze es auf Deinen Schoß, weil die bisherige Nahrungsaufnahme auch Körperkontakt bedeutet hat. So kann es die Umstellung besser verarbeiten und entdeckt mit dir gemeinsam die neue Welt.

Verstopfung durch Möhren

Pürierte Möhren werden klassischerweise als erstes Gemüse während des Einstiegs in die feste Kost für Babys genommen. Vielleicht erinnern sich Deine Eltern noch daran, wie Du den ersten Möhrenbrei gegessen hast. Den meisten Kindern schmeckt das tatsächlich sehr gut, weil die Möhre einen leicht süßlichen Geschmack hat.

Doch heute wird eher empfohlen, eine andere ungewürzte und milde Gemüsesorte für den ersten Brei auszuwählen, da Möhren als stuhlfestigend gelten und schnell stopfen. Dein Kleines wird anfangs noch lernen müssen, dass es vom Löffel Nahrung bekommt und ist daher glücklicherweise nicht wählerisch. So hast Du die freie Wahl und kannst Dich für nahezu jede Art von Gemüse entscheiden.

Sehr empfehlenswert sind Kürbis, Pastinake oder Fenchel. Am besten entscheidest Du Dich für frisches, saisonales und regional erhältliches Gemüse, das Du beispielsweise auf dem Wochenmarkt kaufen kannst.

Woran Du Verstopfung bei Deinem Baby erkennst

Der Stuhlgang ist bei allen Kindern sehr individuell, daher kannst Du Dein Kind schlecht mit anderen Gleichaltrigen vergleichen. Jedoch ist es ideal, wenn Dein Kleines täglich mindestens ein Mal Stuhl absetzt. Nach dem Verzehr von fester Nahrung, insbesondere von Möhren, kann es passieren, dass Dein Kleines mehrere Tage lang keinen Stuhlgang hat und Bauchschmerzen bekommt.

Typische Symptome für ein verstopftes Kind sind vermehrte Unruhe, Blähungen, Appetitmangel und große Weinerlichkeit.

Hausmittel zur natürlichen Abführung

Ist Dein Kind verstopft, hat aber gute Laune und kein Fieber, dann kannst Du mit einigen Hausmitteln versuchen Abhilfe zu schaffen. Möchte Dein Nachwuchs gerne essen und akzeptiert den Löffel, kannst Du ein Mus aus Pflaumen selbst herstellen und löffelweise füttern.

Dazu weichst Du ein paar ungeschwefelte Trockenpflaumen über Nacht in Wasser ein und pürierst sie zu einem feinen Mus. Dieses kannst Du dann über den Tag verteilt Deinem Kind füttern, bis der Stuhl wieder ausreichend aufgelockert ist und das Kleine sich problemlos erleichtern kann.

Eine weitere Möglichkeit ist viel Bewegung. Nimm die Beine Deines Kindes beim Wickeln hoch und lass sie strampeln wie beim Fahrradfahren. Dies sorgt für eine gute Bewegung im Darm und gestaute Luft kann sanft entweichen.

Gegen das Bauchweh kannst Du ein Kirschkernkissen oder eine kleine Wärmflasche auf den Bauch Deines Babys legen. Die Wärme wird ihm gut tun und der Bauch kann sich langsam entspannen.

Mit Einführung der festen Nahrung benötigt Dein Kind außerdem etwas mehr Flüssigkeit neben der Stillmahlzeit oder der Flasche. Wenn es unter Bauchschmerzen oder Verstopfung leidet, kannst Du ihm gut etwas Fencheltee aus der Flasche oder einer Tasse anbieten. Fenchel wirkt entkrampfend und ist wohltuend für den Magen-Darm-Trakt.

Wenn Dein Kind den reinen Tee nicht trinken möchte, kannst Du ihn auch mit der gewohnten Milchnahrung oder etwas Muttermilch mischen.

Sollte Dein Kind sehr weinerlich sein, möchte es tagsüber gerne getragen werden. Viele Kinder mögen den sogenannten Fliegergriff, in dem sie mit dem Gesicht nach unten quer vor dem Bauch von Mama oder Papa getragen werden. Deine Hand kannst Du gut auf den kleinen Bauch legen und das Kind hin und her schaukeln.

Die Wärme tut dem Kleinen gut und durch die Bewegung können sich die Blähungen sehr gut lösen. Doch am wichtigsten ist es für das Kind, dass es nah bei Dir sein kann. Du kannst auch probieren, ob Dein Baby gerne im Tragetuch sitzt. So hast Du beide Hände wieder frei und das Gewicht des Kindes kann sich besser verteilen.

manduca Sling > Elastisches Babytragetuch mit GOTS Zertifikat < für Neugeborene ab Geburt (slate/grau, 5,10m x 0,60m)

Durch die schaukelnden Bewegungen kann es außerdem auch tagsüber gut schlafen und bekommt eine Pause, in der es sich regenerieren kann.

Viele Eltern schwören zusätzlich auf die Wirkung der Naturheilkunde. So haben sich einige Globuli in der Anwendung bei Säuglingen und Kindern bewährt. Diese solltest Du allerdings immer nur nach Rücksprache mit Deinem Arzt oder Heilpraktiker verwenden, weil auch diese Medikamente Nebenwirkungen haben können und nicht für jedes Kind gleichermaßen geeignet sind.

Wann Du zum Kinderarzt gehen solltest

Generell solltest Du mit Deinem Kind immer dann ärztlichen Rat einholen, wenn Du Dir unsicher bist oder eine große Veränderung bei Deinem Nachwuchs feststellst. Suche lieber ein Mal zu viel als zu wenig die Praxis auf, wenn Du Dir Sorgen machst oder eine Frage hast.

Gerade im ersten Lebensjahr kann sich Dein Kind noch nicht ausreichend mitteilen und macht gleichzeitig viele Erfahrungen mit verschiedenen Lebensmitteln. So sind Veränderungen in der Verdauung vorprogrammiert. Der Kinderarzt kann den Bauch Deines Kindes untersuchen und Begleiterscheinungen oder weitere Symptome feststellen.

Außerdem kann er Dir weitere Tipps geben oder ein Medikament zur Abführung verschreiben. Wichtig ist, dass Dein Kind im Ganzen betrachtet wird und die Ernährung in den nächsten Tagen leicht umgestellt wird.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here