Baby schläft nicht

Schlaf ist für Babys besonders wichtig. Das liegt unter anderem daran, dass sich das Gehirn vor allem in der REM-Phase, also in der Traumschlaf-Phase entwickelt. So werden Interaktionen vom Tag beim Schlafen verarbeitet. Der Schlaf wirkt sich ebenso auf das Immunsystem und das Wachstum aus.

Schlafen ist also ungemein wichtig, doch woran liegt es, wenn der Babyschlaf nicht mehr anhält und was kann man dagegen tun?

Harmlose Gründe für häufiges Aufwachen

Bevor verschiedenen Ursachen auf den Grund gegangen wird, sollte beachtet werden, dass sich das Schlafbedürfnis von Babys sich mit der Zeit immer mehr angleicht. Während Neugeborene noch 16 bis 20 Stunden Schlaf benötigen, reduziert sich das in den ersten drei Monaten auf 13 bin 16 Stunden.

Schläft das Baby also irgendwann einfach weniger, dann heißt es meistens, dass es sich normal entwickelt. Man darf auch nicht vergessen, dass Babys grundsätzlich verschieden sind. Manche schreien ab den ersten beiden Wochen bis zum 3. Lebensmonat einfach besonders viel.

Eine andere Kausalität für Schlafstörungen sind so genannte Entwicklungssprünge. Gerade zwischen dem 6. und dem 12. Monat ist es nicht selten, dass Kinder häufiger dadurch aufwachen. Besonders wenn die Entwicklung sich auf größere Herausforderungen wie zum Beispiel das Krabbeln bezieht, gibt es für das Kind einfach viel zu verarbeiten.

Je nach Entwicklungssprung und Baby bzw. Kind kann eine sich auf den Schlaf auswirkende Entwicklungphase von einer Woche bis zu 6 Wochen andauern. Die Schlafprobleme verschwinden mit der Zeit von alleine. Wie die Entwicklungssprünge, welche sich im Gehirn abspielen, verhält es sich bei Wachstum.

Eine ähnliche Ursache ist das Zahnen, welches ab dem 3. Monat beginnt. Dabei ist es von Kind zu Kind unterschiedlich, ob und wie stark sich das Zahnen auf den Schlaf auswirkt.

Schlafstörungen und Schreien als Hinweis auf Erkrankungen

Die meisten Ursachen sind also harmlos und stellen lediglich ein Zeichen der gesunden Entwicklung dar. Die Schlafstörungen können jedoch auch auf gesundheitliche Probleme zurückzuführen sein.

Eine Krankheit wie ein Infekt führt beispielsweise bei vielen Babys dazu, dass sie nicht durchschlafen und viel schreien. Ebenso können die Schlafprobleme auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit und Allergien schließen lassen.

Seltener ist es ein Zeichen für das so genannte KiSS-Syndrom, eine Wirbel- und Gelenkblockade. In diesem Fall schreit das Baby sehr hoch und seine Bewegungen wirken verkrampft. In diesem Fall sollte umgehend ein Osteopath aufgesucht werden, um Folgeschäden zu vermeiden.

Eine weitere mögliche Ursache ist eine Regulationsstörung, bei welcher das Baby häufig und exzessiv schreit. Bei der Regulationsstörung sind Babys ausschließlich in der Lage sich mit Interaktion auszudrücken und können ihr Verhalten ansonsten nicht regulieren. Bei Verdacht auf eine Regulationsstörung sollte ein Kinderarzt konsultiert werden.

Gibt es eine geeignete Baby Einschlafhilfe?

Um seinem Baby beim Einschlafen zu helfen, gibt es mehrere Methoden.
Die wohl bekannteste Art, das Baby zur Ruhe zu bringen, ist das Nuckeln. Nach dem Stillen oder dem Nuckeln an einer Flasche oder Schnuller ist das Baby gleich viel ruhiger.

Da es die Umgebung auch viel intensiver wahr nimmt als wir Erwachsene es tun, sollte stets eine ruhige Umgebung geschaffen werden. Das Babybett darf nicht zu groß sein. Um die Enge und damit die Sicherheit des Mutterleibes zu simulieren, gibt es spezielle Tücher, in die man das Baby einwickeln kann. Alternativ geht auch ein Schlafsack.

Bei einer losen Decke besteht ohnehin die Gefahr, dass sie einfach weggestrampelt wird.

Die Matratze muss qualitativ hochwertig und von der Beschaffenheit her flach sein. Das Zimmer muss zum Schlafen immer gut abgedunkelt werden. Vor dem Zubettgehen sollte ein Ritual eingeführt werden, dass aus Streicheln und Wiegen besteht. Am besten ist es, wenn dazu noch ein Gutenacht-Lied gesungen wird.

Wer nicht singen will, kann alternativ eine Spieluhr verwenden. Empfehlenswert soll dabei die Melodie einer Spieluhr sein, die schon während der Schwangerschaft gespielt wurde und dem Baby dadurch vertraut ist.

Will der Babyschlaf immer noch nicht gelingen, gibt es eine Baby Einschlafhilfe, die der ein oder andere noch aus den Erzählungen seiner Eltern kennen mag. Manche Eltern fahren mit ihrem Baby eine Runde im Auto. Durch die Fahrbewegungen schlafen viele Kinder besser ein. Die Bewegung simuliert das Wiegen im Mutterleib und lässt sich natürlich ebenso gut mit einem Kinderwagen oder dem Wiegen auf den Armen nachahmen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here