Gemeinsam durch die Trotzphase – Dein Kind verstehen lernen

0
89
trotziges Mädchen

Eltern aufgepasst! Euer Kind ist ein Trotzkopf und Stampfen, Schreien & Co. gehören bei Euch zur Tagesordnung? Keine Sorge! Bei der Trotzphase handelt es sich um einen wichtigen Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung Deines Kleinkindes. Mit diesen Tipps & Tricks lernst Du Dein kleines Wutmonster verstehen und reagierst gelassen auf die Wutanfälle.

Trotzanfälle – was steckt dahinter?

Sie treten im Alter von zwei bis fünf Jahren auf und sind völlig normal: heftige Trotzanfälle bei Kleinkindern. Wer einen kleinen Wutigel zu Hause hat, kennt das: Das Kind möchte einen Keks vor dem Mittagessen und ist in drei Sekunden von 0 auf 100. Der Willen muss durchgesetzt werden – koste es, was es wolle!

Das Kleinkind verfügt (noch) nicht über die Selbstkontrolle, um den inneren Zorn zu bewältigen. Die Folge: ein gepflegter Wutanfall, bei dem sich der Frust explosionsartig entlädt. Kinder im Trotzalter müssen erst lernen, ihre Gefühle in den Griff zu bekommen und mit Frust und Stress adäquat umgehen zu können.

Wichtig: Du tust Dir selbst und Deinem Kind keinen Gefallen, wenn Du seinen Trotzanfällen zu oft nachgibst. Merkt das Kind, dass es mit seinem Protestgeheul Erfolg hat, wird es seine Wutausbrüche künftig jedes Mal einsetzen, um ans Ziel bzw. an den Keks zu gelangen – auch über das eigentliche Trotzalter hinaus!
Halte an den geltenden Grenzen und Regeln fest und bleibe konsequent bei Deinem „Nein“, auch wenn Du damit auf heftige Gegenwehr stößt.

Das Kleinkind verstehen lernen – so geht’s!

Entdeckerlust, Spaß und Abenteuerdrang! Die ersten Jahre im Leben eines Kindes gehören dem Entdecken und Lernen. Gut zu wissen: Das Kind durchlebt schnell wechselnde Entwicklungsphasen und auch das Aufbegehren ist ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit.

Wachsende Neugier

Dein Kind ist von Natur aus ein kleiner Entdecker? Bereits zweijährige Kids stellen die Nerven ihrer Eltern auf eine harte Probe oder bringen sich teilweise selbst in leichte Gefahr, indem sie ihrer Neugier ungehemmt nachgehen. Kein Tisch ist zu hoch, um erklommen zu werden? Jedes Kind testet seine Grenzen, das ist völlig normal.

Tipp: Wenn Du die Welt einmal mit Kinderaugen betrachtest, kannst Du Deinen kleinen Wirbelwind verstehen. Denn ein Kleinkind sieht im Gegensatz zu Dir (noch) keinen Unterschied zum Buddeln im Garten, wenn es Deine frisch gesetzten Sommerblumen aus der Erde rupft.

Wutausbrüche

Gut zu wissen: Die Wutausbrüche bei Kleinkindern sind lediglich eine Phase ihrer Entwicklung – und auch diese hat irgendwann ihren Endpunkt erreicht. Das Trotzalter ist der Übergang vom Babyalter in die Kindergartenzeit und gehört mit vier Jahren meist schon wieder der Vergangenheit an.

Während dieser Zeit entwickeln sich sowohl logisches als auch emotionales Denken sowie die Frustrationstoleranz.

Tipp: Auch wenn ein Trotzanfall für Eltern anstrengend ist, wirkt die große Schimpftirade in emotionalen Momenten wie diesen kontraproduktiv. Auch vernünftige Erklärungen dringen nicht zum Kind durch. Nehme den Wutanfall nicht persönlich und versuche, ruhig und gelassen zu bleiben.

Denn so schnell sich der niedliche Junior ist ein rasendes Ungeheuer verwandeln kann, so schnell beruhigt er sich meist auch wieder, wenn dem Toben und Schreien nicht zu viel Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Richtiges Verhalten bestätigen

Wer die Wutausbrüche seines Kindes nicht sanktioniert, den Nachwuchs jedoch dafür lobt, wenn er sich gut benommen und richtig verhalten hat, ist in Sachen Erziehung auf einem guten Weg.

Tipp: Indem Du daheim für eine liebevolle und ausgeglichene Atmosphäre sorgst, kannst Du viel einfühlsamer und verständnisvoller auf das Toben und Schreien Deines Knirpses reagieren.

Das Verhalten von Kleinkindern beeinflussen: Tipps für die Eltern

Auch wenn sie nicht direkt mit dem Trotzalter in Zusammenhang gebracht werden können, kannst Du mit folgenden Faktoren positiv auf das kindliche Verhalten einwirken:

Ernährung: Dein Kind liebt Süßigkeiten? Dann ist sein Blutzuckerspiegel automatisch starken Schwankungen ausgesetzt, welche sich negativ auf die Laune Deines Knirpses auswirken können. Tipp: Snacks mit wenig Zucker sorgen nicht nur für eine gesunde Ernährung, sondern auch für gute Stimmung!

Routine: Sie bringen nicht nur Struktur in den Alltag, sie signalisieren jedem Kind auch Sicherheit und Beständigkeit: regelmäßige Essens- und Schlafzeiten. Wer abends vor dem Zubettgehen mit dem Zähneputzen und der Gute-Nacht-Geschichte eine Routine schafft, der versetzt sein Kind beruhigend in den Schlafmodus.

Verständnis: Deinem Knirps passiert ein kleines Missgeschick? Dann reagiere am besten verständnisvoll und erkläre ihm in Ruhe, warum es dies oder das nicht noch einmal machen sollte. Nur so kann er aus der Situation lernen.

Trotz lass nach! Erwacht der eigene Wille des Kindes, zeigt sich das in Form von Gehorsamsverweigerung und Trotzreaktionen. Das ist auch gut so. In dieser Phase entwickeln die Kids neben einer enormen Beharrlichkeit auch die Fähigkeit, eigene Emotionen zu regulieren und geduldig zu sein, wenn die Bedürfnisse – wie der Wunsch nach dem Keks – nicht sofort befriedigt werden.

Wenn Du erkennst, dass sich das trotzige Verhalten Deines Knirpses nicht gegen Dich wendet und Dein Kind vielmehr unter seiner eigenen Unzulänglichkeit leidet, kommt Ihr gut durch das Trotzalter. Ganz ohne Strafen, dafür aber mit viel Liebe, Einfühlungsvermögen – und einer Portion Humor!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here