Baby Schnuller

Ab wann kann ich meinem Kind den Schnuller abgewöhnen?

Der Schnuller ist bei vielen Eltern die Rettung in schwierigen Situationen. Doch irgendwann muss er dem Kind wieder abgewöhnt werden. Das ist nicht immer leicht, denn die meisten Kinder lieben ihn. Dennoch gibt es einige Tricks und Tipps, die den Übergang zur schnullerlosen Zeit erleichtern. 

Wann ist die beste Zeit den Schnuller abzugewöhnen?

Grundsätzlich gilt: je früher, desto besser. Spätestens, wenn die Kindergartenzeit beginnt, sollten sich die Kinder vom Schnuller abgewöhnt haben. Viele Kinder merken zu dieser bereits von ganz alleine, dass ihre Altersgenossen keinen Babyschnuller mehr haben wollen. Sie spielen und reden mehr miteinander und gewöhnen sich dabei fast unbemerkt den Babyschnuller ab.

Für alle Eltern, denen das zu spät ist, sollte die Entwöhnungsphase am besten schon nach dem ersten Jahr beginnen, da sich die Kinder nach dieser Zeit am stärksten an das Nuckeln und Saugen gewöhnen. Bestenfalls ist die Schnullerzeit bereits dann beendet, wenn die ersten Zähne durchbrechen.

Doch auch, wenn der Babyschnuller während des zweiten Jahres nur noch zum Einschlafen verwendet wird, ist bereits ein großer Schritt geschafft. Auch hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass es immer wieder zu Situationen kommt, in denen das Kind eigentlich den Babyschnuller erwarten würde, doch auch ohne ihn einschlafen kann. 

Tipps zum Ende der Schnullerzeit

Du musst wissen, dass die Schnullerentwöhnung nicht von einem Tag auf den anderen stattfinden kann. Kinder lieben das Nuckeln und es braucht Zeit, sie daran zu gewöhnen, dass diese Phase nun zu Ende geht. In der Regel dauert der Prozess der Abgewöhnung zwischen zwei und vier Wochen.

Dabei müssen die Kinder viel gelobt werden, sodass sie merken, dass die Entwöhnung etwas Gutes ist. Außerdem sollten sich Eltern bemühen zu verstehen, dass es dem Kind anfangs schwerfällt, auch die angenehme Gewohnheit zu verzichten. Vielen Kindern fällt es leichter, wenn sie eine Alternative zum Babyschnuller bekommen.

Das kann zum Beispiel ein Beißring sein. Diese helfen nicht nur dabei, dass Kinder nicht mehr so häufig nach ihren Schnullern verlangen, sondern sind auch sinnvoll für das Durchkommen der ersten Zähne. Die Beißringe lindern den Schmerz und tragen zu einer besseren Durchblutung vom Zahnfleisch bei. Außerdem wird der Saugreflex, den der Babyschnuller auslöst, durch einen Kaureflex ersetzt. 

Welche Umgebung eignet sich zur Entwöhnung?

Am geeignetsten gilt ein Urlaub zur Entwöhnung des Babyschnullers. Unter den vielen neuen Eindrücken und in einer ungewohnten Umgebung fällt es auch Kindern leichter, ihre Gewohnheiten zu verändern. Daher sind Urlaube die ideale Gelegenheit, um die Kinder an eine schnullerfreie Zeit zu gewöhnen.

Am besten funktioniert die Entwöhnung, wenn man den Babyschnuller bereits vom ersten Tag des Urlaubs nicht anbietet. Sollten die Kinder dennoch häufiger danach verlangen, weil sie in der neuen Umgebung eher etwas Gewohntes brauchen, kann man die Entwöhnung natürlich auch auf die Zeit nach der Reise legen.

Rituale zur Entwöhnung

Schöne Rituale sind ein guter Weg, um Kindern den Babyschnuller abzugewöhnen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Vielen Kindern hilft es zum Beispiel, wenn sie den Babyschnuller nach einer feierlichen Verabschiedung selbst in eine Schublade legen oder in einen kleinen Karton packen.

Um diesen Abschied zu erleichtern, kann das Kind den Babyschnuller auch in Geschenkpapier verpacken, um ihn sinnbildlich an ein jüngeres Kind weiterzugeben. Kinder können es gut verstehen, wenn sie etwas tun müssen, um anderen zu helfen. Im Gegenzug können sie auch ein kleines Geschenk erhalten.

Auch eine dänische Tradition zur Schnullerentwöhnung wird in Deutschland immer beliebter. Dabei handelt es sich um den sogenannten Schnullerbaum. In vielen Städten steht ein solcher Baum, an die das Kind seinen Babyschnuller hängen kann und sich dabei verabschieden. So sieht es auch, dass schon viele Kinder vor ihm ihre Schnuller abgegeben haben. 

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